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Mittwoch, 22. April 2015

Spiegelreflex oder spiegellose Systemkamera?

So mancher steht vor dieser Frage, wenn er sich eine neue Kamera kaufen möchte.

Man sollte es sich meiner Meinung nach sehr gut überlegen, ob man noch in große, schwere Spiegelreflextechnik investiert. Das System ist zwar seit Jahrzehnten erprobt und praktisch ausentwickelt und die Geschäfte und Prospekte locken laufend mit Sonderangeboten. Die Möglichkeiten dieser offerierten Einsteiger-Spiegelreflexkameras sind denen neuer Systemkameras aber hoffnungslos unterlegen.

Das technisch modernere und zukunftsträchtigere Konzept bieten zweifellos die Systemkameras ohne Spiegel.

Ich versuche, eine Zusammenfassung zu geben, die vielleicht bei der Entscheidungsfindung helfen kann:

Wer einen Umstieg in Erwägung zieht, sollte sich diese Fragen stellen:

  • Bin ich bereit, genügend Geld für ein neues System auszugeben? Es geht ja nicht nur um das Gehäuse sondern auch um ein paar Objektive. Es ist klar: ein Umstieg wird teurer als lediglich die Anschaffung eines neues Gehäuses.
  • Habe ich noch alte, analoge Optiken und bin bereit, bei einem Umstieg evtl. wenigstens übergangsweise per (günstigem) Adapter zusätzlich mit diesen Objektiven (halb manuell) zu arbeiten bis ich nach und nach komplett umgestiegen bin?
  • Bin ich bereit, weiterhin das Volumen und Gewicht einer Spiegelreflexausrüstung zu tragen, wie sieht es mit zunehmendem Alter aus?
  • Bin ich bereit, beim Verbleib bei einer Spiegelreflex auf einigen technischen Fortschritt wie elektronischer Sucher mit diversen Möglichkeiten, elektronischen Verschluss für lautloses Auslösen, ausgefeilte Touchscreentechnik usw. zu verzichten?
  • Bin ich bereit, bei einem Umstieg meine Spiegelreflexgehäuse und -objektive zu verkaufen? Noch gibt es vermutlich einiges Geld dafür. Ich vermute, je länger man wartet, desto größer wird der Preisverfall.
  • Komme ich mit dem kleineren Gehäuse einer Systemkamera klar, wie ist die persönliche Anfasssitutation? Wer bisher den Griffwulst einer Spiegelreflex hatte, muss aufpassen, bei einer Systemkamera ein ähnlich griffiges Gehäuse zu nehmen und nicht eine Kamera, die einem leicht aus der Hand flutscht. (Es gibt für einige Modelle aber auch als Zubehör Handgriffe mit integriertem Zusatzakkus.)
  • Eine Systemkamera wird mehr Akkukapazität benötigen als eine Spiegelreflexkamera. Die Elektronik und der elektronische Sucher brauchen eben Strom. Man sollte also gleich mindestens einen Ersatzakku einplanen.
  • Brauche ich unbedingt bestimmte Objektive, für die es bei Systemkameras (noch) keine Entsprechung gibt oder fotografiere ich sowieso meistens mit Brennweiten zwischen moderatem Weitwinkel und moderatem Tele?
  • Fotografiere ich häufig sehr schnelle Sportarten, z.B. Handball oder Hundesport? Dann ist eine Spiegelreflexkamera (aber nur eine der hochwertigen!) immer noch die beste Wahl.
  • Möchte ich einen elektronischen Sucher, der auch bei Dunkelheit noch ein helles Bild zeigt, wenn der optische Sucher einer Spiegelreflex kaum noch etwas erkennen lässt?
  • Wie oft habe die Spiegelreflexausrüstung schon zu Hause gelassen, weil sie mir zu groß und schwer war und dadurch schöne Fotomotive verpasst?
Diese Aufzählung ist sicher nicht vollständig und subjektiv aus meiner Sicht erstellt. Ich kann nur für mich selbst sprechen: Nachdem ich jahrzehntelang mit analogen Spiegelreflexkameras fotografiert habe, bin ich nun bei einem spiegellosen System gelandet und habe das keine Sekunde bereut.

Allein Gewicht und Volumen von Kamera plus Objektiv(en) sind erheblich reduziert, so dass man nicht immer mit einer großen Fototasche oder einem Fotorucksack unterwegs sein muss. Jetzt reicht manchmal eine kleine Hüfttasche oder man kann eine (kleine) Systemkamera mit Objektiv auch in die Jackentasche stecken. Wie man hoffentlich an meinen Fotos sieht, bekommt man auf jeden Fall eine ausgezeichnete Bildqualität, die sich keinesfalls hinter einer Spiegelreflex zu verstecken braucht.

Dieser Link führt zu einer Vergleichsseite, die sich jeder mit Kameras und Objektiven eigener Wahl bestücken kann. So kann man insbesondere die Größe von Fotoausrüstungen vergleichen. Ich habe darin beispielhaft drei Systemkameras und eine Spiegelreflexkamera mit Objektiven eingebaut, die alle ungefähr denselben Standardzoombereich abdecken. Verharren mit der Maus direkt über einer Kamera blendet nach ein paar Sekunden ein Fenster mit Größen- und Gewichtsangaben ein.

Für weitere Informationen kann man sich hier auf unserem Blog auf der Seite "Tipps u. Tricks" den "Vergleich von Kameratypen" anschauen. (Klick auf das Bild ganz oben links öffnet eine PDF-Datei mit Erläuterungen.) Das Internet bietet ohnehin Informationen in jeder Form.

Vielleicht können wir unseren nächsten Workshop-Abend auch unter dieses Thema stellen, wenn daran genug Interesse besteht.

Donnerstag, 31. Juli 2014

Aktion Ferienspaß Albersdorf: Kinder vor und hinter der Kamera

Zwei Wochen nach der Ferienspaßaktion in Nordhastedt führten wir einen ähnlichen Nachmittag auch in Albersdorf durch. Unterstützt durch Schulverband und Volkshochschule Albersdorf stand uns die Mensa der Gemeinschaftsschule zur Verfügung.

Schon einige Tage vor der Aktion waren alle Teilnehmerplätze vergeben, so dass einigen weiteren interessierten Kindern abgesagt werden musste.

Wir hatten uns zum Nachmittag rechtzeitig getroffen und Tische und Stühle in der Mensa zur Seite geschoben, um dort Platz für ein improvisiertes Fotostudio mit Hintergrundkarton, Fotolampen und vielerlei Dekorationsgegenständen zu schaffen. Wieder stand eine Auswahl an Hüten, Sonnenbrillen und anderen Dekorationsutensilien zur Verfügung. Auch eine Deutschlandfahne lag wieder bereit.

Gegen 15:00 Uhr hatten sich alle elf Kinder mit teils eigenen Accessoires eingefunden. Es erfolgte eine allgemeine Einweisung und jedes Kind bekam ein Namensschild. Dann wurden zwei Gruppen gebildet.

Eine Gruppe begann zunächst im Studio mit kontrollierten Lichtverhältnissen, die andere draußen bei schönstem Sommerwetter, aber auch schwierigem Licht. Die Betreuer führten eine Vorstellung der Kameras und deren Bedienung durch und gaben Hilfen zur Bildgestaltung und zur Beleuchtung.


Dann waren die Kinder aufgefordert, sich selbst in Szene zu setzen. Ein Kind bediente eine Kamera, ein anders fungierte als Model, weitere arrangierten den Hintergrund und sorgten mit Aufhellern für eine korrekte Beleuchtung ohne störende Schatten.

Ein Kind wurde mit einer kleinen Kompaktkamera ausgerüstet und konnte als fliegender Reporter arbeiten, um ein paar Bilder vom Drumherum zu erstellen.

Die Betreuer gaben bei allen Aktionen Hilfestellung und animierten zu lustigen Posen. Es war gar nicht so einfach für die Kinder, dabei auch noch einen guten Bildaufbau, die richtige Schärfeeinstellung und eine möglichst ausgeglichene Beleuchtung zu erzielen. Viele Kinder lernten dabei vermutlich zum ersten Mal, durch den Sucher einer Kamera zu blicken, gezielt auf die Schärfe zu achten und nicht nur über ein Display zu fotografieren.

So kam jedes Kind einmal an die Reihe, als Fotograf, als Model oder zur technischen Unterstützung zu arbeiten. Bei dem warmen Wetter gab es zwischendurch für alle kühle Getränke und kleine Naschsachen, um neue Kräfte für den weiteren Nachmittag zu bekommen.

Nach einiger Zeit wurden die Gruppen getauscht. Die Außengruppe konnte das Gelände des Schulhofs und um das Gebäude nach passenden Lokalitäten erkunden. Für die Aufnahmen wurden dabei auch die Möglichkeiten von Serienaufnahmen getestet, z.B. beim Radschlagen oder beim Ballwerfen.

Nach jeder Aktion wurde die Speicherkarte der Kamera entnommen und in die Mensa zu Alfred gebracht, der dort eine Bildbearbeitungsstation aufgebaut hatte. Die Bilder wurden ausgelesen und konnten gleich von den Kindern gesichtet, bewertet und ausgesucht werden. Diese selbst ausgesuchten Bilder wurden sofort etwas digital aufbereitet und gespeichert.

Im Laufe des Nachmittags entstanden so für alle Kinder mehrere Bilder als Porträts oder Außenaufnahmen und mit lustigen Positionen. Zwischendurch gelang es auch noch, für jedes Kind gleich zwei Bilder auszudrucken und zuzuschneiden.

Alle Bilder des Nachmittags wurden inzwischen in ein geschütztes Webalbum gestellt, so dass Kinder, Eltern und Geschwister auch zu Hause in aller Ruhe die Bilder betrachten oder herunter laden können.

Nach der Verabschiedung der Kinder blieben uns vom Fotoclub noch das Aufräumen und eine Aufarbeitung der Aktion in interessanten Gesprächen.

Diese Collage zeigt eine Auswahl der Bilder, die entstanden sind:

Freitag, 18. Juli 2014

Aktion Ferienspaß Nordhastedt: Kinder als Models

Wir vom Fotoclub beteiligten uns zum wiederholten Male mit der Aktion "Fotografieren für Kinder" am Ferienspaß der Gemeinde Nordhastedt. Unterstützt wurde die Aktion von der Volkshochschule Nordhastedt.

Schon kurze Zeit nach Bekanntgabe der Ferienspaßaktion waren alle Teilnehmerplätze belegt, so dass leider einige Absagen erteilt werden mussten. 

Das Dachgeschoss der Olen Schriewerie hatten wir fotogerecht mit Hintergrundkarton, Fotolampen und allerlei Ausstattungsutensilien in ein Fotostudio umgewandelt. Für die Akteure standen diverse Kleidungsstücke, Hüte, Sonnenbrillen, Kuscheltiere und andere Dinge zu Verkleidungs- und Dekorationszwecken zur Verfügung. Natürlich durften nach dem Gewinn der Fußball-WM einige Fanartikel nicht fehlen und auch die Kinder hatten ihre eigenen Utensilien mitgebracht.

Um 15:00 Uhr waren alle zur Stelle und es gab eine kleine Einführung in den Ablauf. Schnell waren zwei Gruppen gebildet, von denen eine zunächst im Studio agierte und die andere draußen auf der Rasenfläche.

Nach einer Einweisung in die Bedienung der Kameras waren die Kinder damit beschäftigt, sich als Models zu präsentieren, mit Aufhellern störende Schatten abzumildern oder den Hintergrund neu zu gestalten. Die Betreuer des Fotoclubs wiesen dabei auf eine passende Bildgestaltung, auf die korrekte Schärfe, die richtige Ausleuchtung und andere fototechnische Details hin. Die Besetzung der einzelnen Aufgaben wurden zwischendurch immer mal wieder unter den Kindern getauscht. Häufig fanden sich auch Zweier- oder Dreiergruppen zusammen, die gemeinsam mit witzigen Posen aufs Bild wollten.

Waren die Aktionen abgeschlossen oder mussten die Positionen gewechselt bzw. neue Accessoires ausgesucht werden, wurden die Speicherkarten der Kameras zu Alfred  gebracht, der die Bilder auf einen Laptop übertrug. Die Kinder konnten sofort die Bilder auswählen, die ihnen am besten gefielen. Diese wurden ein wenig digital nachbearbeitet und für jedes Kind entstand so im Laufe des Nachmittags eine Sammlung von Porträts oder anderen spaßigen Aufnahmen.
Nach einiger Zeit tauschten die Gruppen ihre Arbeitsplätze, so dass von jedem Kind sowohl einige Studio- als auch einige Außenaufnahmen entstanden

Am Ende des Nachmittags konnten für jede Teilnehmerin und jeden Teilnehmer bereits zwei Bilder ausgedruckt mitgegeben werden. Alle anderen Bilder und auch die, die vom ganzen Drumherum entstanden, wurden ins Internet in ein geschütztes Webalbum gestellt. So können diese Bilder auch später von Eltern und Geschwistern angesehen oder auch herunter geladen werden.
Teilnehmer/innen und Fotoclub-Betreuer

Gegen 17:30 Uhr ging ein kurzweiliger Nachmittag zu Ende und uns blieb noch ein wenig Aufräumen und Plausch über die Aktion.
Ausgewählte Bildergebnisse



Donnerstag, 15. Mai 2014

Spielerei mit der Bildbearbeitung

Ich habe einige Bilder per Bildbearbeitung ein wenig verfremdet oder umgestaltet und daraus eine Collage gebaut:


So etwas nutze ich gern, um die Funktionen des Programms kennenzulernen, die man normalerweise nicht so häufig anwendet. Das gibt einem Sicherheit und vermehrt das Wissen, wenn es mal darauf ankommt, so etwas ernsthaft einsetzen zu müssen.

Dienstag, 18. März 2014

Dateigrößenvergleich

Da wir intern und im Zuge des FixFoto-Arbeitskreises über die RAW-Entwicklung und Dateigrößen gesprochen haben, nun ein tabellarischer Vergleich.

Ich habe zwei willkürliche Bilder herausgesucht, wobei das linke Bild ziemlich viele gleichförmige Flächen enthält, das rechte ist dagegen stark strukturiert.

Beide Bilder habe ich auf verschiedene Weise gespeichert, ohne zwischendurch eine weitere Bildbearbeitung durchzuführen.

Erläuterungen für die folgende Tabelle:
RAW = Das Bild im RAW-Format, wie die Kamera es liefert.
JPG-Original = Das Bild, wie die Kamera es als JPG-Bild liefert.
TIF aus RAW (im RAW-Dialog) = In FixFoto kann man das Bild im RAW-Dialog direkt als TIF-Bild speichern.
RAW entwickelt, dann als 48-Bit TIF = Das Bild im RAW-Dialog mit Grundeinstellungen entwickelt, dann als 48-Bit-TIF-Bild gespeichert.
RAW entwickelt, dann als 24-Bit TIF = Das Bild im RAW-Dialog mit Grundeinstellungen entwickelt, dann in 24-Bit gewandelt und als TIF-Bild gespeichert.
RAW entwickelt und als JPG = Das Bild im RAW-Dialog mit Grundeinstellungen entwickelt, dann in ein Standard-JPG-Bild gewandelt und mit 97% Qualität gespeichert.
RAW entwickelt und als JPG = Das Bild im RAW-Dialog mit Grundeinstellungen entwickelt, dann in ein Standard-JPG-Bild gewandelt und mit 85% Qualität gespeichert.



Erkenntnisse:                           TIF=unkomprimiert, verlustfrei      JPG=komprimiert, verlustbehaftet

  • RAW-Bilder sind immer etwa gleich groß
  • TIF-Bilder sind immer gleich groß
  • TIF-Bilder in 24-Bit sind halb so groß
  • JPG-Bilder sind stark unterschiedlich groß
  • Das ist abhängig von Bildinhalt. Gleichförmige Flächen ergeben kleinere Dateigrößen, viele Strukturen im Bild ergeben größere Bilder. Geschärfte Bilder (= Strukturen erhöht) ergeben größere Bilder.
  • Für Web-Zwecke oder E-Mail-Anhänge kann die Speicherqualität auf 75 oder 80% reduziert werden, ohne dass eine sichtbare Qualitätsminderung zu sehen ist (siehe folgenden Abschnitt), dafür werden die Dateien dramatisch kleiner! (Außerdem sollte man natürlich für diese Zwecke auch herunter skalieren, z.B. auf längste Bildseite von 1000 oder 1200 Pixeln, das reduziert die Größe noch einmal gewaltig!)


Nun ein Vergleich für den Verlust an Bildqualität, wenn man ein Bild als JPG speichert, dann die Bildbearbeitung verlässt, neu startet, das Bild erneut holt und wieder speichert. Als Speicherqualität habe ich 85% gewählt.

Originalbild mit Kennzeichnung des für den Vergleich gewählten Ausschnitts:
Nun dieser Ausschnitt stark vergrößert und im Vergleich, oben steht das Originalbild, unten eine Version, die 10-mal gespeichert wurde: (Achtung: durch das Hochladen hier in den Blog wurde das Bild ja erneut durch die Blogsoftware unbeeinflussbar komprimiert und hat dadurch in den einfarmigen Flächen noch zusätzliche Verluste erlitten; im Original sind die schwarzen Flächen auch wirklich schwarz und nicht bunt gemustert!)


Wie man sieht, treten speziell an Kanten Artefakte hervor, die durch das wiederholte Komprimieren beim Speichern entstehen.

Sie sind aber nur in dieser starken Vergrößerung wirklich sichtbar.

Erkenntnis:

Wenn man in guter Qualität speichert, z.B. 97% (ich habe ja 85% gewählt, um überhaupt einen Effekt zu erzielen), kann man etliche Male speichern, das Programm verlassen, später erneut starten, das Bild laden, weiterarbeiten und erneut speichern, ohne dass die Qualität merklich sinkt.





Donnerstag, 6. Februar 2014

Bericht zu den letzten Fotoclub-Abenden

Bereits im Januar hatten Inge und Silke einen Vortrag zum Thema "Bildelemente und Bildgestaltung" zusammengestellt. Mit vielen eigenen Bildern wiesen sie darauf hin, wie man seine Bilder durch die Berücksichtigung bestimmter Gestaltungselemente und weiterer Richtlinien besser gestalten kann. Die Beispiele zeigten mit eingebauten Beschriftungen und Markierungen, was ein gutes Bild ausmacht.

Anschließend wurde ausgiebig darüber diskutiert. Einige ausgewählte Bilder des Wettbewerbs "Stadtleben - Stadt erleben" des Schleswig-Holstein-Magazins wurden auf den gerade gelernten Bildaufbau untersucht.

Für den Fotoclub-Abend im Februar hatten sich Randolf und Reiner bereit gefunden, einen weiteren Vortrag auszuarbeiten. Sie hatten dazu einige Materialien mitgebracht, die als Fotomotive dienten, um die verschiedenen Möglichkeiten sofort darstellen zu können.

Randolf sprach zunächst über die Möglichkeit, eine Canon-Kamera mit einem mitgelieferten Programm mit dem PC zu verbinden und damit komplett fernzusteuern. Er führte praktisch vor, wie man sowohl alle Kameraeinstellungen vom PC per Maus einstellen kann, als auch auf diese Weise Aufnahmen machen kann. Diese können sofort in einem wählbaren Bildbearbeitungsprogramm dargestellt und bearbeitet werden. Mit Probeaufnahmen führte er sofort die Handlungsabläufe vor.

Das ist eine nützliche Sache, wenn man z.B. die Kamera im Winter vor das Futterhaus stellt und von drinnen bequem die Einstellungen vornehmen und Bilder aufnehmen kann.

Reiner referierte zum Thema "Belichtung, Blende, ISO und Schärfentiefe". Mit direkten Aufnahmen am Versuchsaufbau wurden dabei sofort die Ergebnisse sichtbar, die sich bei veränderten Belichtungszeiten oder Blenden ergeben. Besonderes Augenmerk galt dabei der Bewegungsunschärfe und dem veränderbaren Schärfentiefebereich.

An Probeaufnahmen wurde auch das zunehmende Bildrauschen bei höheren ISO-Werten vorgeführt.

***

Alle Referate wurden mit viel Beifall bedacht und viele der neuen Fotoclubmitglieder haben sicherlich eine Menge an Erkenntnisse für bessere Bilder hinzugewonnen.

Alle Vorträge sind hier im Blog auf der Seite "Tipps u. Tricks" anzusehen und/oder herunterzuladen.

Der Vortrag zu Bildelementen und Bildgestaltung zeigt in Form eines Webalbums mit Zwischen- und Untertiteln die Regeln für einen guten Bildaufbau.

Die Vorträge zur Kamerafernsteuerung und zu Belichtung, Blende, ISO, Schärfentiefe liegen als PDF-Dateien vor. Wer die Texte ausdrucken möchte, sollte bei der Datei "Blende, Belichtung, ISO..." darauf achten, dass der Drucker auf ein Querformat eingestellt wird.


Montag, 28. Oktober 2013

Bucheckern

Ich habe mir in den letzten Tagen die Aufgabe gestellt, Bucheckern mit ihren Fruchtbechern zu fotografieren. Draußen ist das bei unwirtlichem Wetter auf dem nassen Boden nicht so spaßig. Also habe ich mir einige Buchenblätter, Fruchtbecher und Bucheckern gesucht und mit nach drinnen genommen.

Dort habe ich dann bequem auf dem Tisch einen Aufbau dieser Art aufgebaut:



Dann konnte ich aller Ruhe verschiedene Anordnungen und Beleuchtungen ausprobieren:
  • Beleuchtung mit Blitz über den aufgesetzten Diffusor
  • Beleuchtung nur mit Tageslicht
  • Beleuchtung kombiniert Blitz + Tageslicht bei sehr kleiner Blende (= große Schärfentiefe). Kamera auf "manuell" gestellt. Der Blitz beleuchtet dabei das Hauptmotiv und eine lange Belichtungszeit (bis zu 8 Sekunden!) lässt auch den Hintergrund noch hell erscheinen, der sonst in Schwärze versinken würde.
  • Beleuchtung mit LED-Taschenlampe. Damit kann man gezielt Lichteffekte und Gegenlichtstimmungen erzeugen.

Ein paar der Ergebnisse zeige ich hier:
Das sind nur erste Versuche bei einem schwierigen Motiv, weil im Makrobereich die Schärfentiefe auch bei kleiner Blende (= z.B. 16) recht gering ist und nie einen ganzen Fruchtbecher umfassen kann. Man muss dann schon sehr präzise fokussieren, damit bildwichtige Teile (in der Regel die, die am nächsten zur Kamera liegen) in der Schärfe sind.




















Freitag, 19. Juli 2013

Aktion Ferienspaß in Albersdorf

In diesem Jahr haben wir auch in Albersdorf unsere Ferienspaßaktion "Fotografieren für Kinder" durchgeführt. Durch Kontakte zur VHS und zum Schulverband stand uns die Mensa der Regionalschule zur Verfügung.

Das herrliche Sommerwetter trug dazu bei, dass alle viel Spaß hatten


und attraktive Bilder entstanden sind, die Collage zeigt eine Auswahl davon.


Für die Rubrik "Neues aus der Nachbarschaft" der DLZ haben wir diesen Text verfasst:


Der Fotoclub „Gut Licht“ beteiligte sich mit Unterstützung der Regionalschule und der Volkshochschule an der Aktion Ferienspaß in Albersdorf. Bei schönstem Sommerwetter trafen sich 8 Kinder zwischen 8 und 12 Jahren auf dem Schulhof vor der Mensa. 5 Betreuer des Fotoclubs gestalteten den Nachmittag mit dem Thema „Fotografieren für Kinder“.

Nach der Begrüßung durch Alfred Saß als Leiter des Fotoclubs gab es einige einführende Worte und Erläuterungen zum Fotografieren und zum Ablauf der Veranstaltung. Dann wurden zwei Gruppen gebildet. Eine Gruppe fotografierte in der Mensa, die mit Hintergrundkarton und Lichtanlage zu einem Fotostudio umfunktioniert war. Jedes Kind führte abwechselnd die Tätigkeiten als Fotograf, als Model oder als Beleuchter aus.

Die zweite Gruppe ging nach draußen und fotografierte dort an interessante Plätzen. Hier war durch die intensive Sonnenstrahlung besonders die Funktion des Beleuchters wichtig, der durch verschiedene Aufheller die Schatten ausleuchten musste.

Schon bald herrschte eine lockere Atmosphäre und die Kinder gaben Anweisungen oder wurden von den Betreuern bei der Bildgestaltung unterstützt. Es standen zahlreiche Utensilien zur Verfügung und auch die Kinder hatten etliches Material mitgebracht, so dass zwischendurch andere Kleidungsstücke oder Requisiten gewählt werden konnten. Hüte und Sonnenbrillen waren besonders beliebt. Die Kinder versuchten selbst, interessante Posen einzunehmen oder wurden von den anderen dazu animiert. So entstanden zahlreiche lustige und kreative Bilder an unterschiedlichen Orten.

Die belichteten Speicherkarten wurden an einem Computerarbeitsplatz sofort ausgelesen und die Kinder konnten selbst die für sie besten Bilder auswählen. Diese wurden dann gleich nachbearbeitet und ausgedruckt.

Für alle Bilder ist im Internet ein Webalbum eingerichtet, über das per E-Mail informiert wurde, so dass die gesamten Fotos der Aktion auch zu Hause und mit Eltern und Geschwistern in aller Ruhe noch einmal angesehen werden können.

Die Eltern, die am Ende zur Abholung ihrer Kinder kamen, waren sehr angetan und begeistert vom Engagement des Fotoclubs.

Nach einem für alle Beteiligten spannenden und schweißtreibenden Nachmittag konnte schließlich jedes Kind zwei große, ausgedruckte Fotos mit nach Hause nehmen.

Donnerstag, 25. April 2013

Fotografen fotografieren sich selbst, Teil 2

Der Fotoclub führte zum zweiten Mal eine Aktion durch, in der die Fotografen sich selbst fotografierten. Bei dieser Session waren diejenigen dabei, die beim ersten Treffen keine Zeit hatten.

Es wurde wieder mit Lichtanlage gearbeitet, Bernd probierte auch seine Blitztechnik mit synchronem Zünden mehrerer Blitze aus.

Diese Collage zeigt die Fotografen bei der Arbeit:


Die erste Sichtung der Bilder zeigte wieder die unterschiedlichen Farbcharakteristiken der Kameras und erneuerte die Bedeutung der genauen Uhrzeitstellung der Kameras, um das Zuordnen der Bilder zu erleichtern. Der Kampf mit Schärfe, ISO-Wert, Belichtungszeit zeigte in den Bildergebnissen wieder auf, wo jeder noch seine Mängel hat.

Als erstes Ergebnis ist die folgende Collage entstanden.


Jeder Fotograf bekommt alle Bilder aller Fotografen mit nach Hause und kann dann in Ruhe die für ihn selbst interessantesten Fotos auswählen und nach Wunsch nachbearbeiten.

Alle waren sich einig, so etwas im Sommer zu wiederholen, um nicht nur im Studio sondern auch draußen entsprechende Bilder zu erstellen.

Montag, 8. April 2013

Erste Frühlingsblüher

Nach einem langen, schneereichen und bis zum Schluss kalten Winter scheint sich jetzt endlich der Frühling durchzusetzen.

Aus meinen ersten Bildern von Frühlingsblühern habe ich eine Collage zusammengesetzt, die Mut und Freude für die nächste Zeit ausstrahlen soll.

Donnerstag, 21. März 2013

Fotografen fotografieren sich selbst

Unter diesem Motto trafen sich einige Mitglieder des Fotoclubs, um sich gegenseitig zu fotografieren. Ziel der Übung waren das Beherrschen der Kamera unter Studiobedingungen, die Lichtsituation bei Porträtaufnahmen und die Erstellung von Bildern von sich selbst mit Kamera. Nicht zuletzt sollte die Aktion Spaß bringen.

Es wurden zahlreiche Ausstattungsgegenstände mitgebracht, eine Hintergrundrolle verwendet und mehrere unserer Studiolampen kamen zum Einsatz.Wie man an dieser Collage sieht, waren die Akteure mit Engagement bei der Sache. Dabei konnte jeder feststellen, dass ein Model es auch nicht einfach hat: es muss still sitzen, lange gewünschte Posen einnehmen, immer lächeln, in die richtige Kamera blicken und gerät dabei im Licht der Lampen langsam ins Schwitzen.


Am Ende des Abends waren über 950 Bilder erzeugt und auf einem Notebook gesammelt worden. Jeder Fotograf bekommt diese Sammlung mit nach Hause und kann nun an das Sichten und Nachbearbeiten gehen.

Eine kurze Analyse aus meiner Sicht: es sind sehr viel Bilder dabei, bei denen die Schärfe nicht ausreichend ist bzw. nicht auf dem richtigen Punkt liegt oder weil die Belichtungszeit zu lang war. Verschiedene Kameras erzeugen ganz verschiedene  Farben, mal sehr blass, mal sehr kräftig. Viele Bilder waren über- aber auch unterbelichtet. Die Kontrolle der Lichtsituation wurde nicht immer genügend durchgeführt, so dass Hintergrund oder Model nicht perfekt ausgeleuchtet waren.

Als vorläufiges erstes Ergebnis habe ich eine Collage der beteiligten Fotografen erstellt:



Fazit: es war ein interessanter Abend, bei dem alle etwas dazugelernt haben. Im kommenden Monat soll die Aktion mit anderen Fotografen erneut durchgeführt werden.

Freitag, 14. Dezember 2012

Überraschung für Alfred



Der letzte Arbeitskreisabend in diesem Jahr war aus mehreren Gründen bemerkenswert. Sönke hat ja schon kurz darüber berichtet und seine Fotos dazu veröffentlicht. Die Teilnehmer hatten alle „dicht gehalten“ , so dass die Vorbereitungen von unserem kleinen Arbeitsteam in aller Stille vonstattengehen und wir Alfred entsprechend überraschen konnten. Nicht unerwähnt bleiben sollte, dass Inge eine schöne Klappkarte gefertigt hatte, auf der die Namen der Spender vermerkt waren. Innen  befand sich auf der einen Seite eine Collage, für die fast alle ein Foto geschickt hatten und auf der anderen Seite ein gereimtes Dankeschön, das ich am Schluss anhänge. Die Tische waren adventlich mit Lichtern und Tannenzweigen geschmückt und  von den Keksen war zum Schluss des Abends nicht mehr viel übrig. Es war also adventlich gemütlich. Gearbeitet haben wir dann auch noch und wir beschäftigten uns mit der Erstellung einer Weihnachtskarte. Dieses Mal wurde hierfür die Retusche eingesetzt und die diversen Möglichkeiten, die Karte auf diesem Wege zu gestalten, riefen des Öfteren große Heiterkeit hervor. Aufgrund der wie üblich guten Vorbereitung konnten die Ausführungen von Alfred gut nachvollzogen werden und der sehr entspannte Abend war mal wieder viel zu schnell zu Ende. Nun zum gereimten Dankeschön:

                                                
Alfred unser Fotomeister, 
macht aus dem größten Bilderkleister,
mit FixFoto ganz entspannt, 
ein Foto wie von Meisterhand. 

Der Laie staunt und wundert sich, 
wie das wohl alles möglich ist, 
doch wir woll'n es genauer wissen, 
sind monatlich auch sehr beflissen,

im FixFoto Arbeitskreis, 
mit viel üben und viel Fleiß, 
die Geheimnisse ergründen,  
und den Weg dahin zu finden,  

wie aus 'nem bunten Einerlei,
ein Bild entsteht ganz nebenbei,
das einen selbst zufrieden stellt,
       und dem Betrachter gut gefällt.       

Dafür, dass dies auch funktioniert,
und in Häppchen nur serviert,
auch wenn der Computer streikt, 
           steht Alfred unser guter Geist.          

Sein Wissen, seine Freundlichkeit,
der Humor und seine Heiterkeit,
dazu seine Art zu lehren,
und uns alles zu erklären,

bringt uns Stück um Stückchen weiter,
auf des Erfolges harter Leiter.
Hierfür ein herzlich Dankeschön, 
                      mög' es noch lang so weiter geh'n.                        

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